Nichteisenmetalle = Leichtmetalle + Schwermetalle

Nichteisenmetalle werden nach ihrer Dichte in Leichtmetalle und Schwermetalle unterschieden.

Mithilfe von Legierungselementen werden aus Nichteisenmetallen Gusslegierungen mit besonderen Eigenschaften hergestellt.

Leichtmetall:

Ist eine Sammelbezeichnung für Metalle mit einer Dichte kleiner als 5 g/cm3.

Dazu zählen

 

Schwermetall:

Ist eine Sammelbezeichnung für Metalle, deren Dichte größer als 5 g/cm3 ist.

Sie lassen sich nach ihrem Schmelzpunkt einordnen in:

  • niedrigschmelzende Schwermetalle:
    • Wismut
    • Blei
    • Cadmium
    • Quecksilber
    • Zinn
    • Zink
  •  hochschmelzende Schwermetalle:
    • Chrom
    • Eisen
    • Gold
    • Cobalt
    • Kupfer
    • Mangan
    • Nickel
    • Silber
    • Palladium
    • Platin
  • sehr hoch schmelzende Schwermetalle:
    • Molybdän
    • Tantal
    • Wolfram

 

Gusslegierungen (Gusswerkstoffe) aus Nichteisenmetallen werden im großen Maßstab im Bereich Druckguss und Kokillenguss eingesetzt, wie auch für Sandformguss und Feinguss.

Beispiele:

  • Legierungen mit sehr guter Gießbarkeit für geometrisch komplizierte Teile wie Magnesiumlegierungen mit Aluminium, Zink, Mangan
  • Legierungen mit guter chemischer Beständigkeit für Industrie und Schiffbau wie Aluminiumlegierungen mit Magnesium
  • Legierungen mit hoher Festigkeit für die Flugzeugindustrie wie Titanlegierungen für Gasturbinentriebwerke
  • Kupferlegierungen für Teile mit hoher elektrischer Leitfähigkeit und bester mechanischer Festigkeit
  • Legierungen mit hoher Warmfestigkeit für Maschinen- und Fahrzeugbau wie Aluminium-Silizium-Kupferlegierungen für Zylinderköpfe

 

Quelle: 

Mit freundlicher Genehmigung von

Simone Franke // Dr. Michael Franke
Franke Gießereitechnik
Dresden