Ausformkennwert

Herstellung Formen und Kerne

Von W. P. Parkes vorgeschlagene Kenngröße zur Beurteilung der Ausformeigenschaften eines bentonitgebundenen Formstoffes beim Nassgussformverfahren:

Zur Vermeidung von Formfehlern, insbesondere eines Abreißens von Formstoff beim Trennen des Modells von der Form, soll ein gewisser Mindestausformkennwert eingehalten werden. Mit zunehmender Feuchtigkeit des Formstoffes erhöht sich der Shatter-Index und die Druckfestigkeit fällt ab, so dass der Ausformkennwert steigt, wobei der Bereich üblicher Feuchtigkeitsgehalte eingehalten werden muss. Bei gleicher Formstoffzusammensetzung, gleicher Aufbereitungs- und Verdichtungsart kann für jedes Modell ein Mindestausformkennwert bestimmt werden, der nicht unterschritten werden soll, um einwandfreie Formen herzustellen. Für Verdichtungsverfahren mit hohen Drücken ist der Ausformkennwert nur bedingt anwendbar, da meist mit einem niedrigeren Feuchtigkeitsniveau in engen Grenzen gearbeitet wird. Die Ausformeigenschaften werden stärker von der Aufbereitungsintensität und der Bentonitqualität beeinflusst.

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