Ausheilung

Metallurgy
Füllen und Schließen von Warmrissen durch Restschmelze bei der Erstarrung. Warmrisse entstehen durch die Volumenkontraktion metallischer Werkstoffe beim Erstarren und Abkühlen. Die auftretenden Schwindungsspannungen können eine hohe Beanspruchung darstellen, den Kristallverbund trennen (aufreißen) und zu plastischen Verformungen führen. Wenn Restschmelze in solche gedehnte Bereiche nachfließt und die Warmrisse zu füllen vermag, spricht man von ausgeheilten Rissen.

Das Ausheilungsvermögen, also die Fähigkeit zur Ausheilung von Warmrissen, ist eine werkstoffbedingte Eigenschaft. Eutektische oder naheutektische Legierungen haben hohes Ausheilungsvermögen und daher auch geringste Warmrissigkeit, da bei der Erstarrung ein hoher Anteil eutektischer Restschmelze zur Ausheilung verfügbar ist.

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