austenitischer Stahl

Metallurgy
Mit Nickel, Mangan und/oder Cobalt legierter Stahl, bei dem kein eutektoider Zerfall des γ-Mischkristalls (Austenit) eintritt. Das Gefüge besteht somit noch bei Raumtemperatur aus Austenit. Eine weiterführende Abkühlung unter die Raumtemperatur kann nachträglich eine Umklappung in das martensitische Gefüge zur Folge haben. Austenitische Stähle sind unmagnetisch, relativ weich und sehr gut dehnbar; ihre Warmfestigkeit liegt wesentlich höher als bei den Vergütungsstählen. Die Werkstoffe können neben den genannten Legierungsbestandteilen noch andere Legierungszusätze, insbesondere Chrom, enthalten; hierzu zählen die austenitischen Sorten des nichtrostenden Stahlgusses nach DIN EN 10283.

Gefüge von austenitischem Stahlguss mit δ-Ferrit und Carbiden (V = 400:1)© GIESSEREI LEXIKON