Binderhülle

Moulding Materials
Ausbildung und Verteilung des Binders auf den Sandkörnern. Für organische und anorganische Binder ist eine möglichst gleichmäßige Verteilung des Binders auf der Kornoberfläche (Bild 1) beim Mischen der Komponenten anzustreben, so dass bei der nachfolgenden Formherstellung eine Vielzahl von Kontaktstellen zwischen den Körnern entstehen kann. Die chemische oder physikalische Aushärtung des Binders führt an diesen Kontaktstellen zu festen Binderbrücken.

Bei tongebundenen Formstoffen bildet sich erst nach mehrmaliger Aufbereitung des Formstoffs eine optimale Binderhülle (Bild  2).

Die Dicke der Binderhülle beträgt je nach Binder- und Wassergehalt 2 bis 6 μm. Die Ausbildung der Binderhülle wird von der Dispergierbarkeit des eingesetzten Bentonits und der Intensität des Aufbereitungsprozesses bestimmt. Das Fixieren der Binderhülle auf den Quarzkörnern kann sich bei jedem Formstoffumlauf wiederholen.

Bild 1: Mit organischem Binder umhüllte Quarzkörner© Michael Franke, Franke Giessereitechnik
Bild 2: Aufbereiteter Betriebsformstoff 
(geglüht bei 900 °C) mit Bentonitumhüllung.© Praxishandbuch bentonitgebundener Formstoff

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