Blaseneinschluss

Gussstücke

Im Gussstück eingefrorene Gasblase (Gasporosität), die vor der Erstarrung des Gießmetalls nicht mehr entweichen konnte.

Die in das flüssige Metall eingedrungenen beziehungsweise gelösten Gasblasen können im frühen Stadium der Gusskörperbildung im Metall aufsteigen und durch die noch nicht erstarrte Gussrandschale entweichen. Zunehmende Viskosität der Schmelze und eine fortschreitende Erstarrung vermindern die Aufstiegsgeschwindigkeit der Gasblasen. Sie werden unter der festen Randschale oder unmittelbar an der Grenzfläche Metall/Form oder an Stellen, wo das Material noch breiig ist, eingefroren. Das Verbleiben der Gase im Metall wird außerdem entscheidend von der Dichte, besonders vom Dichteunterschied Metall – Gas bestimmt. Je größer der Dichteunterschied ist, umso größer ist die Aufstiegsgeschwindigkeit der Blasen. Aus diesen Gründen sind Gussteile mit breitem Erstarrungsintervall und geringer Dichte (AlSi-Gusslegierungen) besonders gefährdet, (Gasblasenbildung).

Bild 1 zeigt Blaseneinschlüsse infolge Lufteinwirbelung im dickwandigen Bereich eines Druckgussteiles. Bild 2 zeigt eine nach oben offene Gasblase mit typischen, häufig vorkommenden Auspressungen.
 

Bild 1: Blaseneinschlüsse im dickwandigen Bereich meines Druckgussteiles, hervorgerufen durch Lufteinwirbelung in das flüssige Metall bei der Formfüllung© GIESSEREI LEXIKON
Bild 2: Schliff durch eine typische, nach oben offene Gasblase mit Auspressungen; Vergößerung 12 : 1, ungeätzt© GIESSEREI LEXIKON

Zum Thema

Taschenbuch der Gießerei-Praxis

Jährlich aktualisierte Ausgabe des Nachschlagewerks für das Gießereiwesen.