Brinellhärteprüfung

Werkstoff- und Gussteilprüfung

In DIN EN ISO 6506 ist die Härteprüfung nach Brinell mit einer Hartmetallkugel von bestimmtem Durchmesser, die mit einer gewählten Prüfkraft für eine festgelegte Einwirkdauer in die Oberfläche der zu untersuchenden Probe eingedrückt wird. Der Durchmesser des entstandenen bleibenden Eindruckes wird gemessen. Die Brinellhärte HBW ist proportional dem Quotienten aus der Prüfkraft F und der gekrümmten Oberfläche A des bleibenden Eindruckes, die als kalottenförmig angenommen wird, mit einem Krümmungsradius, der dem halben Durchmesser der verwendeten Kugel entspricht.
 

Prüfprinzip© Taschenbuch der GIESSEREI PRAXIS

In der Tabelle sind verschiedene Prüfbedingungen mit Angabe des Kugeldurchmessers und der anzuwendenden Prüfkraft nach DIN EN ISO 6506 auszugsweise aufgeführt. Diese Prüfbedingungen setzen sich zusammen aus den Kennbuchstaben HBW bei Verwendung einer Hartmetallkugel, dem Kugeldurchmesser in mm, dem Beanspruchungsgrad und der Prüfkraft. Die Einwirkdauer der Prüfkraft beträgt 10 bis 15 s.

Für die laufende Härtekontrolle von Serienteilen werden Brinellhärte-Prüfautomaten mit digitaler Erfassung und Weiterverarbeitung der Werte eingesetzt.

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