C-Graphit

Metallography
Metallurgy
Bezeichnung für die Anordnung der Graphitausbildung im Gusseisen mit Lamellengraphit in der 2-dimensionalen Betrachtung am ungeätzten Metallschliff. Zur Klassifizierung des Graphits siehe auch DIN EN ISO 945–1. Die Bewertung der Graphitlamellen erfolgt in der Graphitrichtreihe nach Form, Anordnung und Größe im definierten Abbildungsmaßstab in der zweidimensionalen Abbildung. C-Graphit ist durch eine Anhäufung größerer Graphitflocken oder -flächen (Bild) der Lamellen gekennzeichnet. Er entsteht bei eutektischen beziehungsweise übereutektischen Zusammensetzungen infolge der Primärerstarrung des Graphits, (Primärgraphit).
(Ceramic Metals). Hochfeuerfeste Stoffe für hitzebeanspruchte Bauteile, bestehend aus einem keramischen Stoff (hochfeuerfestes Oxid) und einem Metall. Bei der Herstellung von Cermets wird der keramische Stoff mit dem flüssigen Metall getränkt oder mit dem betreffenden Metall im festen Zustand zusammengesintert. Häufigste keramische Phasen von Cermets sind die Oxide von Silizium, Aluminium, Chrom, Calcium, Magnesium, Titan allein sowie Verbindungen miteinander zum Beispiel amorpher Kohlenstoff und Diamant. Metallische Phasen für Cermets sind in erster Linie Übergangsmetalle, ferner Magnesium, Zinn, Blei, Germanium sowie Carbide, Silicide und Boride.

Das Gebiet der Cermets erstreckt sich vom nahezu reinen Metall bis zu fast 100 % Keramik. Daher wird zur genaueren Unterteilung zwischen Infracermets (metallische Phase 85 Vol. %) und Ultracermets (keramische Phase 85 Vol. %) unterschieden. Technische Anwendungsgebiete erstrecken sich von Hochtemperaturheizelementen, Thermoelementschutzrohren, Brennelementen und Sicherheitsstäben für den Reaktorbetrieb, Turbinenwerkstoffen, korrosionsbeständigen Gleitlagern bis hin zu Schneidstoffen für die metallbearbeitende Industrie.
C-Graphit, ungeätzt, (V = 100:1)© Michael Franke, Franke Gießereitechnik

Taschenbuch der Gießerei-Praxis

Jährlich aktualisierte Ausgabe des Nachschlagewerks für das Gießereiwesen.