Carborund

Metallurgie

Siliziumcarbid (SiC). Chemisch sehr beständiger Rohstoff hoher Härte zur Herstellung von Schleifmitteln und Schmelztiegeln. Carborund wird technisch durch Erhitzen von Quarzsand und Koksgrus im Elektroofen gewonnen:

Siliziumcarbid wird als Kohlenstoff- und Siliziumträger bei hohen Stahlsätzen in der Gattierung und als Desoxidations- und Vorimpfmittel verwendet. Das im Gießereibetrieb üblicherweise eingesetzte Siliziumcarbid enthält etwa 63 % Si und 31 % C, der Rest ist im wesentlichen SiO2.

Die Tatsache, dass SiC nicht schmilzt, sondern sich allmählich auflöst, ist für die Desoxidation und eine keimwirksame Vorimpfung der Gusseisenschmelze äußerst wichtig; das Siliziumcarbid ist ausreichend lange verfügbar. Im Kupolofen wird es in Form von Presslingen hinzugegeben, im Induktionstiegelofen als körniges Material. Des Weiteren weist SiC hohe Reinheit auf, es enthält insbesondere keine Störelemente, die seine Verwendung bei der Herstellung von Gusseisen mit Kugelgraphit begrenzen würden.

Taschenbuch der Gießerei-Praxis

Jährlich aktualisierte Ausgabe des Nachschlagewerks für das Gießereiwesen.