Cosworth-Verfahren

Gussstücke

Bezeichnung für ein in England entwickeltes Niederdruck-Sandgussverfahren zur Herstellung von Gussstücken aus Aluminiumlegierungen, an die präzise Anforderungen in Bezug auf Maßgenauigkeit, Festigkeit, dichtes Gefüge und Porenfreiheit gestellt werden, so zum Beispiel Zylinderköpfe und Zylinderblöcke, Getriebegehäuse, Brennstoffpumpen oder Hubschraubertriebwerksteile (Bild  1).

Bild 1: Unteransicht eines 16-Ventil-Zylinderkopfes, gegossen nach dem Cosworth-Verfahren© GIESSEREI LEXIKON

Die geprüften Aluminiumlegierungen in Blockform werden im widerstandsbeheizten Elektroofen unter Schutzgasatmosphäre erschmolzen und in einem angebauten, groß bemessenen Warmhalteofen unter Schutzgas gespeichert. Das Gießen erfolgt mit Hilfe einer elektromagnetischen Pumpe, die das flüssige Metall aus dem Warmhalteofen zur Sandform hochfördert, wo es von unten in den Formhohlraum einströmt. Die Druckbeaufschlagung auf das flüssige Metall im Formhohlraum wird wie beim Niederdruck-Kokillengießverfahren bis zum Erstarrungsende aufrechterhalten. Die Form-und Kernherstellung geschieht nach dem SO2-Verfahren. Das Abgießen kann weitgehend mechanisiert werden, wobei die fertigen Formen nacheinander in die Gießstation über der elektromagnetischen Pumpe einfahren (Bild 2).

Zum Thema

Taschenbuch der Gießerei-Praxis

Jährlich aktualisierte Ausgabe des Nachschlagewerks für das Gießereiwesen.