Dauermagnet

Metallurgie

Körper aus einem hartmagnetischen Material mit einem statischen Magnetfeld. Die Magnetisierung ist weitgehend unabhängig von äußeren Feldern, Erschütterungen und Temperaturänderungen. Von der ältesten Anwendung im Kompass bis zur heutigen technischen Verwendung in Elektromotoren, Mess- und Analysegeräten und als Haftmagnete reicht das Einsatzgebiet. Die permanenten magnetischen Eigenschaften beruhen mikroskopisch auf der Behinderung der Entstehung oder der Bewegung der Blochwände mit Hilfe eines inhomogenen Gefüges. Kristallitdurchmesser, Korngrenzen und unmagnetische Ausscheidungen spielen hierbei eine entscheidende Rolle.

Die Hysteresekurve im Bild zeigt die Unterschiede zwischen magnetisch weichen Werkstoffen und Dauermagneten (magnetisch harte Werkstoffe) in der Breite des Kurververlaufs. Hochwertige Dauermagnete sind auf der Basis von Al, Ni, Co und Fe aufgebaut. Diese Al-Ni-Co-Legierungen sind im lösungsgeglühten und anschließend ausgehärteten Zustand so spröde, dass ihre Gestaltung nur durch Gießen wirtschaftlich ausführbar ist.
 

Induktionskurven magnetisch weicher a) und magnetisch harter b) Werkstoffe. H - Feldstärke, B - Induktion, Hc - Koerzitivfeldstärke© GIESSEREI LEXIKON

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