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Einschluss

Gussstücke

Fremdbestandteil im Gefüge. Unterschieden werden exogene Einschlüsse, die von außen in die Schmelze gelangen, wie Formstoffteile, feuerfeste Stoffe oder Rückstände von Abdeckungen, und endogene Einschlüsse, die erst in der Schmelze durch metallurgische Behandlungen oder chemische Reaktionen gebildet werden, wie Oxide, Sulfide, Desoxidationsrückstände (Bilder 1 und 2). Einschlüsse durch Gase können exogenen oder endogenen Ursprungs sein. Bei hochfesten Werkstoffen mit schwingender Beanspruchung kann die Grenzfläche eines Einschlusses zur Matrix Ausgangspunkt von feinen Rissen sein. Bei der Warmformgebung von Stählen werden die üblicherweise als MnS vorliegenden Sulfide mitausgestreckt und führen zu einer Anisotropie der Zähigkeitseigenschaften.
 

Bild 1: REM-Aufnahme einer Dauerbruchfläche an einem Stahlgussteil mit MnS-Einschlüssen, V =1000 : 1© GIESSEREI LEXIKON
Bild 2: REM-Aufnahme einer Dauerbruchfläche an einem Stahlgussteil mit MnS-Einschluss, V = 3000 : 1© GIESSEREI LEXIKON