elektrochemisches Senken

Oberflächenbeschichtung

ECM: Electrochemical Machining ist ein Bearbeitungsverfahren bei dem durch elektrolytische Auflösung Metallschichten konturgenau abgetragen werden. Das Werkzeug ist eine vorgefertigte, formgebende Elektrode, welche am negativen Pol und das zu bearbeitende Werkstück am positiven Pol einer Gleichstromquelle angeschlossen wird. Unter Verwendung von Vorrichtungskomponenten wird zwischen Elektrode und Werkstück unter hohem Druck (bis 20 bar) eine Elektrolytlösung gespült, die für eine kontinuierlichen Umspülung der zu bearbeitenden Oberflächen des Werkstückes sorgt. Diese Elektrode wird mit einstellbarer konstanter Geschwindigkeit berührungslos in das Werkstück eingesenkt, wobei der Werkstoff an der Bearbeitungsstelle von der Elektrolytlösung unter der Wirkung des Gleichstroms und der Elektrolytlösung elektrochemisch aufgelöst wird, wie im Ablaufschema Bild  1 gezeigt. Alle elektrisch leitenden Werkstoffe lassen sich mit diesem Verfahren bearbeiten. ECM findet Anwendung im Formenbau zur Herstellung von Formeinsätzen sowie beispielsweise zur Bearbeitung von Verzahnungen, Triebwerksschaufeln oder zur Gehäusebearbeitung. Bild  2 zeigt Walzen für die Tablettenherstellung für die Pharmaindustrie, welche bereits ab einem Durchmesser von 100  mm mit einem Tablettengewicht von 5 g gefertigt werden. In größerer Form werden Walzen zur Brikettierung von Schüttgütern mit Durchmessern bis zu 1500  mm hergestellt, das Brikettgewicht beträgt dann 800 g.

Bild 1: Schritte 1–4 zur ECM Technologie© Maschinenfabrik Köppern GmbH & Co. KG
Bild 2: Tablettenwalze für die Pharmaindustrie hergestellt aus einem Rohling mit ECM-Technologie© Maschinenfabrik Köppern GmbH & Co. KG

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