Elektronenstrahl-Schmelzofen

Metallurgie

Elektrische Umschmelzeinrichtung, bei der die Erwärmung und das Schmelzen des Schmelzgutes durch Elektronenstrahlen im Vakuum erfolgt (Bild). Die Katode sendet Elektronenstrahlen aus, die von einer Ringanode beschleunigt, von magnetischen Feldern gebündelt und auf das Schmelzgut gerichtet werden. Das abzuschmelzende Metall wird als Stab senkrecht oder waagerecht in den Wirkungsbereich des Elektronenstrahls eingefahren oder in körniger Form zugeführt. Normalerweise lässt man die Schmelze in einer Stranggusskokille erstarren. Es ist aber auch möglich, in einer wassergekühlten Pfanne zu schmelzen und das flüssige Metall unmittelbar in eine neben der Pfanne eingesetzte keramische Schalenform zu gießen. Das Verfahren wird nur bei hochschmelzenden Metallen wie Molybdän, Niob, Tantal, Wolfram und deren Legierungen sowie bei Titanfeinguss angewandt.

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