Ferrit

Metallography
1. Gefügename für den α-Mischkristall im System Fe-C beziehungsweise Fe-Fe3C (Eisen-Kohlenstoff-Legierung).

Die Löslichkeit des Kohlenstoffs im α-Mischkristall ist sehr gering. Ferrit ist daher praktisch kohlenstofffreies Eisen. Er besitzt im Vergleich zu den Bestandteilen Zementit oder Perlit, die in Eisenwerkstoffen vorkommen können, nur eine relativ geringe Härte.

2. Oxidkeramischer Werkstoff mit ferromagnetischen Eigenschaften.

Je nach Kristallstruktur werden hartmagnetische und weichmagnetische Ferrite unterschieden. Zur Veränderung der Kristallstruktur ist der Hauptbestandteil Fe2O3 mit Oxiden anderer Metalle kombiniert. Sie finden Anwendung zum Beispiel als Antennenstäbe (Zinkferrit), als Speicherkerne und Schaltelemente (Manganferrit) oder als Filter (Cobaltferrit). Hartmagnetische Ferrit-Werkstoffe werden vor allem als Dauermagnete eingesetzt.

Taschenbuch der Gießerei-Praxis

Jährlich aktualisierte Ausgabe des Nachschlagewerks für das Gießereiwesen.