Fließbett

Moulding Materials
    Fließbett   Schüttung von körnigen Feststoffen, die durch mechanische Schwingungen oder durch Gasströmung in einen flüssigkeitsähnlichen Zustand überführt wird (Fluidisieren). Technische Anwendung zum Fördern oder gleichmäßigen Verdichten körniger auch pulverförmiger Substanzen, die durch ihre Adhäsion an den Wänden oder infolge innerer Reibung der Einzelteilchen aneinander zu Brückenbildung neigen.

Das Maß für die Fluidität D ist der Kehrwert der dynamischen Zähigkeit η, also D = 1/η. Als Fluidisierungsmittel dienen Luft und expandierende Brenngase.

Durchströmt ein Gas eine Schüttschicht mit einer Geschwindigkeit, die ein Ablösen der Feststoffteilchen aus der Schicht bewirkt, jedoch noch keinen pneumatischen Transport des Feststoffs hervorruft, so entsteht also ein Fließzustand, der Fließbett oder Wirbelbett genannt wird. Das sich bewegende Schüttgut verhält sich ähnlich wie eine siedende Flüssigkeit; die Feststoffteilchen befinden sich in lebhafter Bewegung und erfahren eine intensive Durchmischung, ohne aus der Schicht ausgetragen zu werden.

Fluidisierte Schichten werden zu Austauschvorgängen mit Gasen bei körnigen oder pulverförmigen Stoffen angewandt, so beispielsweise zur Kühlung oder Trocknung von Sanden mit Luft, da sich der Wärmeausgleich im Fließbett sehr rasch vollzieht und eine maximale Kontaktoberfläche zwischen Feststoffteilchen und Gas freigelegt wird. Hinzu kommt, dass das flüssigkeitsähnliche Verhalten der Fließschicht den Schüttguttransport erleichtert. Fließbettkühler und -trockner werden auch in der Formstoffaufbereitung eingesetzt. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Wirbelbett-Wärmebehandlung in einem fluidisierten Feststoffbad, das auch mit regelbaren oder austauschbaren Gasatmosphären kombiniert werden kann. Als Feststoffbad dient vorwiegend Aluminiumoxid für Wärmebehandlungstemperaturen bis etwa 1300 °C.
Bild 2: Prinzip der GF-Fließfähigkeitsprüfung für Formsande© GIESSEREI LEXIKON

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