Fließfähigkeit

Moulding Materials
Zähigkeitsverhalten von flüssigen und körnigen Stoffen. Bei Flüssigkeiten oder Schmelzen hängt die Fließfähigkeit von der Viskosität, vom Grad der relativen Dünnflüssigkeit, ab. Für Metallschmelzen wird auch der Begriff Fließvermögen angewendet.

Schüttgüter, Pulver und so auch Formstoffe werden in ihren Verhalten mit der Fließfähigkeit definiert. Die Fließfähigkeit von Schüttgütern ist abhängig von der Korngröße, der Kornverteilung, der Kornform, der Temperatur und der Feuchtigkeit sowie des Verfestigungszustandes. Sie spielt beim Transport, der Lagerung und der Verarbeitung eine wesentliche Rolle. Beispielsweise bei der Bunkerbefüllung und dem -abzug sowie der Formfüllung.

Eine einfache physikalische Beschreibung der Eigenschaft ist durch die Komplexität der Einflussgrößen nicht möglich.

Für die Verarbeitung von Formstoffen wird in der Gießereitechnologie die Fließbarkeit als Fähigkeit des Formstoffes verstanden, sich unter Einwirkung einer Verdichtungskraft so zu verschieben zu können, das beispielsweise vertikale Druckspannungen in horizontale Druckspannungen umgewandelt werden können. Bei der Verdichtung sollte bei unterschiedlichen geometrischen Verhältnissen der Modellkonturen der Formstoff in allen Bereichen eine möglichst gleichmäßige Dichte und damit Eigenschaftsverteilungen aufweisen.

Zum Thema

Taschenbuch der Gießerei-Praxis

Jährlich aktualisierte Ausgabe des Nachschlagewerks für das Gießereiwesen.