Fließfigur

Die Casting
1. Beim Tiefziehen entstandene Oberflächenmaserung.

2. Maserungen an der Außenkontur von Gussteilen, die mit Oxidhäuten angereichert sind und ein Abbild des Strömungsverlaufes und der Strömungsrichtung, wie sie sich beim Gießen offenbar eingestellt hatten, wiedergeben. Der Fehler tritt vor allem bei Kokillen- und Druckguss auf, wenn Gieß- und/oder Formtemperatur zu niedrig sind beziehungsweise die Gussstückwanddicke sehr klein ist. Im Gegensatz zu Kaltlauf betreffen sie jedoch nur die unmittelbare Oberfläche des Gussstückes und lassen sich in der Regel durch einen Strahlvorgang entfernen. Ihre Eindringtiefe ist unbedeutend, und sie haben keinen bemerkenswerten Einfluss auf die Festigkeitseigenschaften des Gussstückes, sondern ergeben lediglich eine unansehnliche Oberfläche.

Fließfiguren entstehen durch eine ungünstige Lage des Anschnittes und ungünstige Anschnittauslegung, aber auch durch zu hohe Form- und Schmelzetemperaturen. Ebenso führen falsche Trennmitteldosierung und geringe Geschwindigkeiten der Schmelze im Anschnitt zu diesem Gussfehler.

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