gasporenfreier Druckguss

Die Casting
GPF (Gas-Pore-Free) Druckgießverfahren. Von der Ilzro (International Lead Zinc Research Organization) und der Nippon Light Metal Co. Ltd. entwickeltes Druckgießverfahren, demzufolge der Formhohlraum vor Auslösen des Schusses mit einem reaktionsfähigen Gas gefüllt wird, das mit dem danach einströmenden flüssigen Metall eine feste chemische Verbindung bildet. Das Gas wird also vollständig verbraucht, und es können keine Gasrückstände in Form von Poren im Gussstück zurückbleiben. Das Reaktionsprodukt ist ein fester Bestandteil, der feinverteilt im Gefüge eingeschlossen ist. Als Füllgas wird Sauerstoff empfohlen, der sich mit dem geschmolzenen Metall chemisch leicht verbindet. Dabei entstehen Oxide mit einem Durch­messer von etwa 1 μm oder weniger. Der erforderliche Sauerstoffbedarf beträgt nur 0 1 bis 0,2 %, bezogen auf das Gussstückgewicht. Dieses Druckgießverfahren bietet unter anderem die Möglichkeit, besonders dünnwandige Druckgussstücke auf Horizontal-Kaltkammermaschinen herzustellen, weil keine Gas- oder Luftpolster die Strömungsfront des flüssigen Metalls bei der Formfüllung behindern. Die infolge Porenfreiheit höhere Dichte der Gussstücke führt zu einer Verbesserung der Festigkeitseigenschaften und erlaubt eventuell die Anwendung von Wärmebehandlungen oder die Verwendbarkeit der Gussstücke auch bei höheren Temperaturen.

Zum Thema

Taschenbuch der Gießerei-Praxis

Jährlich aktualisierte Ausgabe des Nachschlagewerks für das Gießereiwesen.