Gefügekontrastierung

Metallography
Bestandteil der Probenpräparation von metallischen Schliffproben, um die Gefügebestandteile des zu untersuchenden Materials durch eine Kontrastierung differenzierbar zu machen. Hierfür werden zielorientierte Ätzmittel zum Einsatz gebracht. Erscheinungsformen des Ätzangriff am Beispiel von Reineisen sind im Bild  1 zu sehen.
Bild  2 zeigt den Vergleich der erkennbaren Gefügebestandteile mit und ohne Ätzung.
Serie von Gefügebildern mit einheitlicher Abstufung der auszuwertenden Mikrostruktur zur quantitativen Bewertung des Gefügeausbildung, beispielsweise der Korngröße, der Graphitausbildung, des Gehaltes an Schlackeneinschlüssen oder der Kristallseigerungen. Bei der vergleichenden Betrachtung mit dem Mikroskop werden drehbare Scheiben mit einem der betreffenden Richtreihe entsprechenden Vergleichsraster in das Okular eingeschoben (Strichplattenrevolver). Richtreihenbilder dienen als Grundlage für die visuelle Klassifizierung der Gefügeausbildung. Beispielsweise die Graphitklassifizierung durch visuelle Auswertung nach DIN EN ISO 945–1.

Bild 1: Erscheinungsformen des Ätzangriffs für einphasige Werkstoffe; Schliffbilder von Reineisenproben© Taschenbuch der GIESSEREI-PRAXIS
Bild 2: Polierte und geätzte Zustände im Vergleich: 
oben: Stahl, 
mitte: Gusseisen mit Lamellengraphit,
unten: Gusseisen mit Kugelgraphit© Taschenbuch der GIESSEREI-PRAXIS

Taschenbuch der Gießerei-Praxis

Jährlich aktualisierte Ausgabe des Nachschlagewerks für das Gießereiwesen.