Gießereikoks

Metallurgy
Für Gießereizwecke, vornehmlich für den Kupolofenbetrieb speziell hergestellter Koks. Der Koks wird aus Steinkohle, insbesondere aus Gas- und Fettkohle, durch Erhitzen unter Luftabschluss hergestellt. Dabei werden die flüchtigen Bestandteile der Kohle ausgetrieben, die Kohle wird entgast, und der Kohlenstoff bleibt als Koks zurück.

Gießereikoks wird durch die bestimmte Körnung, eine hohe Festigkeit, einen geringen Anteil flüchtiger Bestandteile und den Aschegehalt gekennzeichnet. Die Eigenschaften werden über die Auswahl der Kokskohlen (niedriger Asche- und Schwefgelgehalt) sowie durch eine lange Garungszeit bei niedrigen Temperaturen erreicht. Eigenschaften, Prüfung, Transport und Lagerung sind in der BDG-Richtlinie/ VDG-Merkblatt R 80 definiert.

Weitere Spezialsorten: Der HC-Gießereikoks (High Carbon Coke), der nach einem besonderen Verfahren aus einem Gemisch von Petrolkoks, Fettkohle und Anthrazit hergestellt wird. Die besonderen Unterschiede gegenüber normalem Gießereikoks sind niedriger Aschegehalt, geringes Porenvolumen und hohe Dichte. Ebenfalls hohen Kohlenstoffgehalt (circa 98 % C) hat der sogenannte Pechkoks, der ganz oder teilweise im Austausch gegen Gießereikoks als Brennstoff im Kupolofen eingesetzt wird.