Gießtümpel

Castings
, Einguss, erster Teil des Eingusssystems für das Gießen mit Schwerkraft in das die Schmelze einfließt. Die konstruktive Ausführung des Tümpels ist abhängig von der Konstruktion der Vergießeinrichtung, dem Gießverfahren und der Gießleistung. Gießtümpel werden meist bei hohen Gießleistungen eingesetzt und ermöglichen zusätzliche gießtechnische Maßnahmen wie die bessere Zurückhaltung der Schlacke und eine Strömungsberuhigung des einfließenden Metalls. Beim Gießen von Formen mit relativ kleinen Gießleistungen wird die Form des Eingusstrichters verwendet. Für das Gießen von Großgussteilen (Handformguss) werden separat aufgesetzte Formkästen als Gießkasten mit der Ausbildung des Tümpels aufgesetzt, die den speziellen Anforderungen des zu gießenden Gussteils entsprechen. Besondere Beachtung ist dem Vollhalten des Tümpels beim Angießen zu schenken, um Schlacke, Schaum und Oxide nicht in den Eingusskanal gelangen zu lassen.

Gießtümpel gibt es in folgenden Ausführungen: Einguss mit einem Stopfen, einem Gießkern, mit Durchschmelzplättchen oder einem Siebkern, einer ausgeformten Schlackentrennwand und Überlaufschwelle, (Bilder 1 a-d unter Einguss).

Zum Thema

Taschenbuch der Gießerei-Praxis

Jährlich aktualisierte Ausgabe des Nachschlagewerks für das Gießereiwesen.