Hebelbeziehung

Metallurgy
Im Zustandsschaubild lässt sich für jede Legierung das Mengenverhältnis der Phasen nach dem Gesetz der abgewandten Hebelarme bestimmen. Das Bild zeigt hierzu ein Beispiel. Eine Legierung, bestehend aus 60 % A und 40 % B, ist bei der dem Punkt b entsprechenden Temperatur erst teilweise erstarrt; das Mengenverhältnis beträgt:
<IMAGENAME href="file:///Users/karenweirich/Documents/Weirichdaten/15_Buecher/916_GIESSEREI-LEXIKON_2018/04_Umbruch_GL_2018/03_Kapitel/02_Bilder/Formeln/Hebelbeziehung_Formel01_ausGL08_S.584.eps" ac_imagehref="file://s:\Satz\Images\Formeln\Hebelbeziehung_Formel01_ausGL08_S.584.eps" ac_groupseparator="/"/>wobei ab + bc = 100 %. Durch Ausmessung der Strecken erhält man in diesem Beispiel: ab ~50 %, bc ~50 %. Bei tieferen Temperaturen erfolgt bei dem hier gewählten Bespiel ein eutektoider Zerfall α Š A + B. Im Punkt e ist das Mengenverhältnis
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wobei de + ef = 100%. Durch Ausmessung der Strecken erhält man in diesem Beispiel: de ~80 %, ef ~20 %. Die hier noch nicht eutektoid umgewandelten α-Kristalle haben die Zusammensetzung f mit folgendem Mengenverhältnis
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wobei df + fg = 100 %, das heißt im vorliegenden Beispiel ist df ~50 % und fg ~50 %. Bei der eutektoiden Gleichgewichtstemperatur und bei Raumtemperatur besteht die Legierung aus (A + B)-Eutektoid und A-Kristallen; der Mengenanteil beträgt

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wobei hi + ik = 100 %, das heißt im vorliegenden Beispiel ist hi ~66,7 % und ik ~33,3 %. Zwei Drittel der Gefügegrundmasse bestehen somit aus Eutektoid und ein Drittel aus A-Kristallen. Das Eutektoid selbst hat die Zusammensetzung 60 % B und 40 % A.

Hebelbeziehung zur Bestimmung der Phasenanteile im Zustandsschaubild© GIESSEREI LEXIKON