heißisostatisches Pressen

Heat Treatment
(HIP = Hot Isostatic Pressing). Behandlung von Gussstücken mit Innenporosität in einem mit Druckgas gefüllten Behälter unter hoher Druckbeaufschlagung und einer Temperatur etwas unterhalb der Solidusgrenze. Das Verfahren wird unter anderem bei Aluminium-Sandguss angewandt, sofern die innere Porosität nicht bis zur äußeren Oberfläche reicht. Zur Durchführung des HIP-Verfahrens kommen die Gussstücke in den Druckbehälter, der mit Argon gefüllt wird. Nach dem Schließen des Behälters wird das Argon mit einem Druck von etwa 1000 bis 2000 bar beaufschlagt, und gleichzeitig werden die Gussstücke auf einer Temperatur gehalten, die ungefähr der Lösungsglühtemperatur (Lösungsglühen) entspricht. Die Behandlungsdauer erstreckt sich auf 2 bis 5 h. Hierbei verschwindet die Innenporosität durch Kriechen mit Unterstützung durch Diffusionsvorgänge praktisch völlig. Durch die Beseitigung der Innenporosität wird vor allem die Dauerfestigkeit erheblich verbessert, desgleichen die Duktilität, jedoch in geringerem Ausmaß.

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