Imconod-Verfahren

Metallurgy
Magnesiumbehandlungsverfahren zur Herstellung von Gusseisen mit Kugelgraphit. Die Behandlung erfolgt mittels einer magnesiumhaltigen Vorlegierung beim Durchlaufen des Eisens durch ein Behandlungsgefäß und kann entweder direkt während des Abstiches am Ofen oder über eine Zwischenpfanne vorgenommen werden. Diese Behandlungstechnik ist sehr flexibel, und mit drei Gefäßgrößen können Eisenmengen zwischen 150 und 3000 kg behandelt werden; die Behandlungszeit ist kurz und beträgt nur 35 Sekunden für 500 kg Eisen beziehungsweise 100 Sekunden für 3000 kg Eisen. Besondere Vorteile sind der sichere Arbeitsablauf und die einfache Bedienung, rasche Arbeitsfolge bei geringem Temperaturverlust, kein Umschütten und kein Abdecken der Vorlegierung, saubere Gießpfannen und damit sauberes Eisen sowie Rauch- und Blendfreiheit. Das Mg-Ausbringen ist gut; üblicherweise liegt es im Bereich von 50 %. Das Verfahren wurde von der Meehanite-Gesellschaft entwickelt.

Schematische Darstellung des Durchflussverfahrens© GIESSEREI LEXIKON

Taschenbuch der Gießerei-Praxis

Jährlich aktualisierte Ausgabe des Nachschlagewerks für das Gießereiwesen.