Kornform

Formstoffe

1. Bei losen, körnigen Stoffen, beispielsweise Gießereisanden werden beim einzelnen Korn die Rundheit und Eckigkeit betrachtet. Sie werden in Sande mit rundem Korn, kantengerundetem Korn und eckigem Korn (Bild 1 und 2) unterteilt.

Mit Hilfe der Rasterelektronenmikroskopie (REM) kann die Kornoberfläche bewertet werden (Bild  3), die Rückschlüsse auf das Bindungsverhalten des Formstoffs erlaubt.

Eine Bewertung der Kornform ist als Verhältnis spezifischer Oberfläche des realen Kornhaufwerkes zur theoretisch berechneten spezifischen Oberfläche des Kugelhaufwerkes möglich. Dieser Kennwert wird als Eckigkeitsgrad definiert.

2. In der Werkstoffprüfung werden bei Schliff- und Bruchgefügen fester, metallischer Werkstoffe die Kornformen zur Bewertung des  Gefüges in Globulite, Dendriten, Stengelkristalle, Kristallnadeln und Sphärolithe unterschieden.

Zum Thema