Kristallisation

Allgemein
Bildung von Kristallen aus einer gesättigten Lösung oder bei der Erstarrung von Schmelzen. Es bilden sich Wachstumszentren (Keime) von denen aus die Kristalle in Form verschiedenartiger Gebilde mit bestimmter Orientierung wachsen, bis sie durch Zusammentreffen mit anderen Kristallen ihre Begrenzung finden. Die so entstandenen Körper haben keine regelmäßigen, ebenen Flächen von gesetzmäßiger Form wie frei gewachsene Kristalle. Durch ihre gegenseitige Behinderung sind sie in unregelmäßiger Form erstarrt und als Körner im Gefüge sichtbar. Zum Unterschied gegenüber dem frei gewachsenen Kristall wird der durch Nachbarkristalle in seinem Wachstum behinderte Kristall auch als Kristallit bezeichnet. Die entstandenen Korngrenzen sind in festigkeitstechnischer Hinsicht Schwachstellen. Einkristalle, die frei gewachsen sind, haben diesen Nachteil nicht, weil keine Korngrenzen vorhanden sind.

Bei der Kristallisation wird Wärme frei (Kristallisationswärme), sie muss abgeleitet werden, wenn die Kristallisation bis zur vollständigen Erstarrung in Gang gehalten werden soll und entspricht der Wärme, die beim Aufschmelzen der Kristalle (als latente Wärme oder Schmelzwärme) zugeführt werden muss.

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