Kühleisen

Herstellung Formen und Kerne
auch Kühlkokille, Kühlkörper, Kühlschale, Schreckplatte. Aus Gußeisen oder Stahl angefertigte Einlageplatten unterschiedlicher Abmessungen, die im Sandformverfahren zusammen mit dem Modell eingeformt werden. So bewirken die mit Kühleisen belegten Flächen des Formhohlraumes beim Gießen eine Abschreckwirkung mit örtlich begrenzter erhöhter Erstarrungsgeschwindigkeit, um so ein dichtes Gefüge zu erreichen. Kühleisen haben weiter die Aufgabe Lunkerbildung an schlecht zu speisenden Gussstückbereichen zu vermeiden oder die Wirkung benachbarter Speiser im Sinne einer gerichteten Erstarrung zu unterstützen. Kühleisen können auch in Sandkerne eingeformt werden.

Die Dicke der Kühleisens sollte etwa ein Drittel bis Hälfte der Gussstückwanddicke an der betreffenden Stelle betragen. Kühleisen sind an der dem Formhohlraum zugewandten Seite aufgerauht. Vor dem Einformen müssen die Kühleisen sauber gestrahlt werden. Bei Nassgussformen ist ein Antrocknen der mit Kühleisen belegten Formbereiche bis zum Abguss erforderlich.

Taschenbuch der Gießerei-Praxis

Jährlich aktualisierte Ausgabe des Nachschlagewerks für das Gießereiwesen.