Kupfer-Zinn-Blei-Gusslegierung

Allgemein

(Guss-Zinn-Bleibronze). Kupfergusswerkstoffe mit den Hauptlegierungselementen Zinn und Blei. Das ternäre System Cu-Sn-Pb wird von einer Mischungslücke charakterisiert, wobei die technisch gebräuchlichen Legierungen außerhalb dieser Mischungslücke in dem der Kupferecke zugewandten Bereich liegen. Die gestrichelte Linie im ternären System grenzt beide Bereiche ab (Bild 1). Das Blei ist außerhalb der Mischungslücke im flüssigen Zustand in der Legierungsschmelze löslich, nicht dagegen im festen Zustand. Es scheidet sich bei der Erstarrung der Matrix an den Korngrenzen aus und bleibt bis 327 °C weiterhin flüssig. Erst nach Unterschreiten dieser Temperatur erstarrt das Blei (Bild 2). Nickelgehalte fördern eine gleichmäßige Bleiverteilung, desgleichen wirken sich auch Cer-Mischmetallzusätze günstig auf die Bleiverteilung aus.

Die Legierungen sind nach DIN EN 1982 als Kupfer-Zinn-Blei-Gusslegierungen genormt. Sie werden vorwiegend für Gleitlager und für korrosionsbeständige Gussstücke (beständig gegen verdünnte Schwefel- und Salzsäure sowie Fettsäuren) verwendet.

CuSn5Zn5Pb5-C ist ein korrosionsbeständiger Konstruktionswerkstoff, vor allem für Armaturen. Die Legierung CuSn10Pb10-C ist ein Lagerwerkstoff mit guten Gleiteigenschaften, der auch für Verbundgusslager und korrosionsbeständige Bauteile verwendet wird. Die höherlegierten Sorten CuSn7Pb15-C und CuSn5Pb20-C sind gleichfalls Lagerwerkstoffe, die sich durch sehr gute Gleit- und Notlaufeigenschaften bei zeitweiligem Schmierstoffmangel und bei Wasserschmierung auszeichnen. Sie können aber auch für korrosionsbeständige Teile eingesetzt werden.

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