Liquid-Metal-Cooling-(LMC)-Verfahren

Allgemein

Feingießverfahren zur Herstellung von stängelkristalliner Gusskörper. Durch eine optimierte Wärmeabfuhr aufgrund des konvektiven Wärmeüberganges zwischen Formschale und Kühlbad können größere und komplexere Gusskörper hergestellt werden, die einen reduzierten Dendritenstammabstand gegenüber dem  High Rate Solidification-(HRS)-Verfahren (Bridgman-Verfahren) um bis zu 40 % aufweisen. Die wesentlichen Unterschiede zum Bridgman-Prozess sind das Kühlbad (flüssiges Zinn) und die daraus resultierende konvektive Wärmeabfuhr zwischen Formschale und Umgebung sowie das dynamische Baffle zur Abschirmung zwischen Kühlkammer und Heizzone. Die Trennung (Baffle) besteht aus einer Vielzahl von keramischen Kugeln, die sich dynamisch an die Geometrie von Gusskörper und Formschalen anpassen und eine gute Abschirmung ermöglichen. Der resultierende Strahlungsaustausch zwischen Kühlkammer und Heizzone wird reduziert.

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