Luftzahl

Allgemein
(Luftüberschusszahl, Luftverbrennungsverhältnis). Dimensionsloser Kennwert, der bei einem Verbrennungsvorgang, zum Beispiel bei der Brennstoffbeheizung, das Verhältnis von tatsächlich zugeführter Luftmenge zur theoretisch notwendigen (stöchiometreischen) Luftmenge ausdrückt:


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Die Luftmengen werden in m³/kg festen oder flüssigen Brennstoff beziehungsweise in m³/m³ gasförmigen Brennstoff (im Normzustand) angegeben. Bei n < 1 herrscht Luftmangel und bei n > 1 Luftüberschuss. Wenn die Luftzahl n = 1 ist, entspricht die zugeführte Luftmenge genau der zur vollständigen Verbrennung theoretisch erforderlichen Luftmenge (Verbrennung). Praktisch ist aber eine wirklich vollständige Verbrennung nur mit einem gewissen Luftüberschuss sicher zu erreichen. Üblich sind Luftzahlen n = 1,1 bis 1,2 bei Gasfeuerung und n = 1,2 bis 1,4 bei Ölfeuerung. Wird beim Schmelzen von Metallen aus metallurgischen Gründen eine luftüberschüssige Feuerung eingestellt, bedeutet dies praktisch, dass die Luftzahl noch etwas höher gewählt werden muss, als an sich schon zur sicheren vollständigen Verbrennung notwendig wäre.

Taschenbuch der Gießerei-Praxis

Jährlich aktualisierte Ausgabe des Nachschlagewerks für das Gießereiwesen.