Matthiessensche-Regel

Metallurgie

Empirisch definierter Zusammenhang der die Temperaturabhängigkeit des spezifischen Widerstandes von Metallen aufzeigt.

Der spezifische Widerstand setzt sich zusammen aus einem durch die Wärmeschwingungen der Atome hervorgerufenen Widerstandsanteil ρG(T) und den durch Gitterbaufehler (Versetzungen, Fremdatome) verursachten Widerstandsanteil ρGBF. Es gilt die Matthiessensche Regel:

ρ = ρG(T) + ρGBF

Gefügeänderungen, wie die Bildung von Ausscheidungen, können durch Messung der Leitfähigkeit beziehungsweise des Widerstandes nachgewiesen werden.

In der Praxis werden für hoch leitfähige Werkstoffe, wie zum Beispiel für Aluminiumwerkstoffe mit der Messung der elektrischen Leitfähigkeit, die bei Reinst- und Reinaluminium im Bereich von 38 bis 34 m/Ωmm² liegt, der Gefügezustand und mögliche Beimengungen beziehungsweise Legierungszusätze abgeschätzt.

 

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