Mehrphasen-Gießeinheit

Gießeinrichtung einer Druckgießmaschine, vorzugsweise Kaltkammermaschine, wobei der Gießkolben nach Auslösen des Schusses mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten bewegt und meist auch mit zwei verschiedenen Drücken beaufschlagt wird. Die erste Phase betrifft das Anfahren mit langsamem Vorlauf des Gießkolbens, bis die Füllöffnung der Gießkammer genügend überdeckt und das flüssige Metall bis nahe an den Anschnitt aufgestaut ist. Zu diesem Zeitpunkt erfolgt die Umschaltung auf die zweite Geschwindigkeitsstufe: Der Gießkolben wird entsprechend beschleunigt und die Schmelze mit hoher Geschwindigkeit in den Formhohlraum eingepresst (2. Phase). Nach vollständiger Füllung des Formhohlraums kommt die Gießkolbenbewegung zum Stillstand. Vielfach wird durch den Druckaufbau ein Multiplikator automatisch zugeschaltet, der den Gießkolben mit erhöhtem Druck beaufschlagt und damit eine Nachverdichtung der im Formhohlraum erstarrenden Schmelze ermöglicht (3. Phase).

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