Modellanstrich

Herstellung Formen und Kerne
Lackierung der Modelle und Kernkästen

zur Glättung der formgebenden Oberflächen und zur Füllung feiner Riefen und Poren des Holzes und aller sonstigen im Modellbau üblichen Werkstoffe,


zum Schutz des Modells gegen mechanische Einflüsse beim Abformen (Reibung, Schlag, Vibration),


zur Verhinderung des Eindringens von Feuchtigkeit und aggressiver Medien in die Modelloberfläche,


zur Erzielung einer Trennwirkung gegen das Anhaften (Kleben) von Formstoff am Modell oder Kernkasten sowie


zur Farbkennzeichnung für den zu benutzenden Gusswerkstoff und für Besonderheiten, die beim Abformen zu beachten sind (Tabelle).

Der Modellanstrich wird seinerseits beim Abformen mechanisch, physikalisch und chemisch beansprucht, so beispielsweise durch Stoß, Schlag, Abrieb, Wärmeentwicklung bei hydraulisch oder thermoplastisch abbindenden Formstoffen, ferner durch Wasserquellung oder Adhäsion sowie durch chemischen Angriff bestimmter Formstoffbestandteile, zum Beispiel Verseifung basischer Stoffe oder Reaktionswirkung von Säuren, die als Härter in Sanden mit Kunstharzbindern enthalten sind. Diesen Beanspruchungen müssen hochwertige Modelllacke und -anstriche standzuhalten vermögen, um ein sicheres, einwandfreies Entformen gewährleisten zu können.

Oberflächenbeschichtungen (Farbe und Farb-Kennzeichnungen) von Modellen, Modelleinrichtungen und Kernkästen nach DIN EN 1289: 2000–06

Taschenbuch der Gießerei-Praxis

Jährlich aktualisierte Ausgabe des Nachschlagewerks für das Gießereiwesen.