Oberflächenbeschaffenheit

Surface Coating
Gütezustand der Oberfläche eines Werkstückes oder Gusserzeugnisses hinsichtlich seiner Topographie und chemischen oder physikalischen Funktionseigenschaften. Messtechnisch ist die Oberflächenbeschaffenheit in EN ISO 25178 „Geometrische Produktspezifikation (GPS)“ definiert.
Oberflächenbeschichtung Verfahrensgruppe der Oberflächenbehandlung durch Aufbringen von

metallischen Schichten: Galvanisieren, Plattieren, Schmelztauchbeschichten, Kaltgas,- Plasma,- Lichtbogen- und Flammspritzen, Aluminieren (Alitieren und Kalorisieren), Inchromieren, Sheradisieren, Auftragsschweißen und Auftragslöten;


nichtmetallisch anorganischer Schichten: Emaillieren, Passivieren, Anodische Oxidation (Eloxieren);


Verschleißschutzschichten mittels Dünnschichttechnologie: Gasphasenabscheidung (Chemical Vapor Deposition, Physical Vapor Deposition).

Bindungsmechanismus für tongebundene Formstoffe. Die Bindung zwischen Teilchen durch Schichtwasser wird als Oberflächenbindung bezeichnet. Die Oberflächenbindung vollzieht sich direkt zwischen benachbarten Teilchenoberflächen über stark oder schwach geordnete Netze der Wassermoleküle. Eine Zwischenlagerung von flüssigem Wasser ist nicht möglich.

Die darüber hinaus wirkende Brückenbindung entsteht zwischen benachbarten Tonteilchen über die Hydrathüllen ihrer adsorbierten Kationen. Brücken aus Wassermolekülen ragen durch die Oberflächenwasserschichten hindurch und bewirken eine weitere Bindung.
Symbole für die Angabe der Oberflächenbeschaffenheit in Zeichnungen nach DIN ISO 1302

Zum Thema

Taschenbuch der Gießerei-Praxis

Jährlich aktualisierte Ausgabe des Nachschlagewerks für das Gießereiwesen.