Oolithisierung

Formstoffe

(Schamottisierung). Bildung von Schamottehüllen um die einzelnen Quarzkörner eines tonhaltigen Formstoffes bei hoher thermischer Beanspruchung. Durch den Verlust des Kristallwassers des Tones und das Versintern durch die thermische Belastung entstehen totgebrannte Tonstrukturen, die als Hartbentonit oder Schamotte bezeichnet werden. Die Fixierung dieser totgebrannten Binderhülle wird als Oolithisierung bezeichnet. Das Ausmaß der Oolithisierung wird mit dem Oolithisierungsgrad definiert. Zur Bestimmung des Oolithisierungsgrads wird die Dichteveränderung des Tons nach dem Totbrennen genutzt.

Der Nachweis der Oolithisierung kann durch folgende Methoden erfolgen:

1. Mikroskopische Untersuchungen der Quarzkörner mithilfe petrographischer Dünnschliffe.

2. Ermittlung des Oolithisierungsgrades durch Bestimmung der Reindichte mit dem Pyknometer

3. Ablösen der Schamottehülle mit Fluss- oder Phosphorsäure und Differenzwägen.

4. Bestimmung des Quarzgehalts aus dem Prüfkörpergewicht unter Verwendung des üblichen Normprüfkörpers für tongebundene Formstoffe von 50 mm Durchmesser und 50 mm Höhe, verdichtet mit drei Rammschlägen. Aus dem dargestellten Diagramm lässt sich der Quarzgehalt für das ermittelte Prüfkörpergewicht ablesen. Anschließend bestimmt man den Schlämmstoffgehalt sowie den Gesamtglühverlust und den Glühverlust des schlämmstofffrei gewaschenen Sandes. Der Oolithisierungsgrad ist dann:

Hierin bedeuten:

q - Quarzgehalt in % im getrockneten, nicht gewaschenen Formsand,
d- Schlämmstoffgehalt in %,
f - Glühverlustanteil im gewaschenen Sand > 20 µm in % des getrockneten, nicht gewaschenen Formstoffs,
e- Oolithisierungsgrad in % des gewaschenen und geglühten Formstoffs.
 

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