Pfannenauskleidung

Metallurgie

(Pfannenzustellung). Auskleidung von Gieß- und Transportpfannen mit feuerfesten Stoffen. Kleine Hand- und Tragpfannen erhalten meist nur eine feuerfeste Ausstampfung am Boden und an der Mantelwand. Größere Pfannen werden dagegen ausgemauert und dann mit einer Stampfmasse ausgekleidet (Bild  1). Die Ausstampfung dient als Verschleißfutter und muss von Zeit zu Zeit erneuert werden, während die Ausmauerung quasi als Dauerfutter anzusehen ist, die eine relativ hohe Standzeit erreichen soll.

Bild  2 zeigt verschiedene Möglichkeiten der Pfannenausmauerung. Im Fall (a) werden die Steine senkrecht zum konischen Pfannenmantel vermauert. Es entsteht zwar eine glatte Innenfläche, jedoch verbleibt eine keilförmige Fuge zwischen dem Pfannenboden und dem untersten Mauerring, die mit feuerfestem Mörtel geschlossen werden muss und die daher relativ verschleißanfällig ist. Im Fall (b) werden die Steine senkrecht zum Pfannenboden vermauert, sodass ein stufenförmig abgesetztes Futter entsteht. Die keilförmigen Fugen, die ebenfalls mit Mörtel geschlossen werden müssen, stören hier weniger, weil sie mit dem flüssigen Metall in der Pfanne nicht in Berührung kommen. Im Fall (c) schließlich werden abgeschrägte Sondersteine für den untersten Mauerring verwendet, um Keilfugen zu vermeiden. Eine andere Möglichkeit ist die sogenannte Wendelsteinlegung (Bild 3), bei der statt einer ringförmigen eine spiralförmige Vermauerung vorgenommen wird.

Zum Aufbringen des Stampffutters werden aus Stahlblech gefertigte konische Stampfschablonen verwendet. Das Aufstampfen kann mit Handstampfern, Druckluftstampfern, Elektrovibratoren oder, wenn es sich um größere Pfannen handelt, mit Slingergeräten (Bild 4) geschehen. Auch ein direktes Aufschleudern der Stampfmasse ohne Verwendung einer Schablone ist bei größeren Pfannen möglich (Bild 5).
 

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