Puddelverfahren

Metallurgie

Herdfrischverfahren zur Stahlerzeugung aus flüssigem Roheisen mit Hilfe oxidierender Feuerungsabgase, die neben Stickstoff vorwiegend Kohlendioxid und Luftsauerstoff enthalten. Zur Unterstützung der Oxidation wird Eisenhammerschlag (Fe3O4) der Schmelze zugesetzt. Es bildet sich FeO in der Schlacke, das unter heftiger Reaktion den Kohlenstoff des flüssigen Eisens oxidiert und als Kohlenmonoxid entfernt:

FeO + C → Fe + CO

Mit zunehmender Entkohlung steigt die Liquidustemperatur an, während sich die Badtemperatur nicht im gleichen Maße erhöht. Es entsteht eine teigige Schmelze, die in Form von Luppen aus dem Ofen gezogen wird. Das Verfahren hat heute keine industrielle Bedeutung mehr.

 

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