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Regenerierungsverfahren

Allgemein

Mischrestsande aus nicht mehr aufzubereitenden Altformstoffen, die dem Umlaufprozess (Aufbereitung) entnommen werden müssen, erfordern für eine qualitätsgerechte Regeneration die Kombination von thermischen und mechanischen Verfahren (Tabellen 1 und 2).

Ziel der Regenerierung ist die Zerlegung des Formstoffs in seine Grundbestandteile und das Entfernen nicht mehr verwertbarer Bestandteile.

Daraus leiten sich zwei Aufgabenschwerpunkte ab:

Erstens die Reinigung des Formgrundstoffs (beispielsweise des Quarzkorns) von anhaftenden Bindemitteln und/oder deren Resten.
Zweitens die Separierung des regenerierten Formgrundstoffs (Regenerat) insbesondere durch die Entfernung staubförmiger Bestandteile.

Wichtige Parameter für einen wieder einsatzfähigen Regeneratsand, insbesondere für die Kernfertigung, sind:

  • möglichst neutralre pH-Wert,
  • niedrige und gleichmäßig elektrische Leitfähigkeit,
  • niedriger Glühverlust,
  • geringe Feinanteile,
  • niedriger und gleichmäßiger Schlämmstoffanteil,
  • gleichmäßiger und niedriger Oolithisierungsgrad,
  • gleichmäßiger Kornverteilung,
  • frei von Spuren metallischer Anhaftungen, Legierungselmenteresten und Störstoffen aus jeweiligen Produktionsprozessen, insbesondere bei extern erfolgender Regeneration oder Importen.

Aufgrund der noch bestehenden Deponierungsmöglichkeiten und günstiger Quarzsandverfügbarkeit haben bislang entwickelte Verfahren extern und intern nur wenig Zugang in die Gießereiindustrie gefunden, wobei das Interesse an der Entwicklung geeigneter Technologien zunehmend größer wird. Noch übersteigen die spezifischen Kosten für Regenerate die Rohstoffkosten. Der Grund dafür sind die umfangreichen Kosten der Regenerationsanlagen, der Flächenbedarf, die unzureichende Leistung und die hohen Energiekosten.

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