Anzeige

Schmelze

Allgemein
Flüssiger Aggregatzustand eines Stoffs. Zur Formgebung durch Gießen müssen die betreffenden Werkstoffe, insbesondere Metalle und ihre Legierungen durch Schmelzen in den flüssigen (schmelzflüssigen) Zustand gebracht werden. Von allen Metallen ist nur das Quecksilber bei Raumtemperatur flüssig.

Das Schmelzen der festen Metalle und Legierungen geschieht durch Wärmezufuhr, bis die Liquidustemperatur erreicht ist. Zur Vermeidung einer vorzeitigen Erstarrung beim Gießen wird noch weitere Wärme zugeführt, das heißt die Schmelze wird überhitzt und auf eine Temperatur gebracht, die höher ist als die Liquidustemperatur.

Wird eine Schmelze abgekühlt, beginnt sie bei Erreichen ihrer Liquidustemperatur zu erstarren. Die Erstarrung ist beendet, sobald die Solidustemperatur erreicht ist. Das Intervall zwischen Liquidus- und Solidustemperatur wird Schmelzbereich oder Erstarrungsbereich genannt. Reinmetalle und eutektische Legierungen haben kein Schmelz- oder Erstarrungsintervall, das heißt ihre Solidustemperatur ist gleich der Liquidustemperatur.

Schmelzen können wie jede andere Flüssigkeit überhitzt werden, und zwar bis zu ihrer druckabhängigen Siedetemperatur. Eine Metall- oder Legierungsschmelze, wie sie technisch im Schmelzofen hergestellt und eventuell in Transport-, Gieß- oder Behandlungspfannen umgefüllt wird, wird auch als Schmelzbad bezeichnet.

Zum Thema