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Schrägstift

Druckguss

Zylindrischer, gehärteter Stahlstift, der in Schräglage meist unter einer Neigung bis zu 20° in Druckgießformen oder Maschinenkokillen eingebaut wird und in einen beweglichen Kern oder Schieber eingreift. Durch die geradlinige Formschließbewegung wird der Schieber vom Schrägstift zwangsläufig in Gießstellung eingefahren und umgekehrt beim Öffnen der Form wieder gelöst (Bild 1 und Bild 2). Hierzu muss sich der Schieber stets in der beweglichen, verfahrbaren Formseite befinden und der Schrägstift in festen, unbeweglichen Formseite eingebaut sein.

Um einen ausgefahrenen, vom Schrägstift gelösten Kern in dieser Stellung zu halten, werden Federzüge, zum Teil auch Kugelrasten Druckstück benutzt (Bild  3). Nach unten gezogene Kerne lässt man in der Regel nur auf einen Anschlag aufliegen. Die Formen können aber auch so gebaut werden, dass der Schrägstift nach vollständigem Öffnen der beweglichen Formhälfte noch im Eingriff mit dem Kern bleibt. Dies ist möglich, wenn der Kernzughub nicht allzu groß ist.
Bild 3: Verriegelungen des Schiebers im offenen Zustand:
a) durch einen Träger mit einer Druckfeder, b) durch einen federnd gelagerten Verriegelungsbolzen und c) durch ein federnd gelagertes Kügelchen (Theorie und Praxis des Druckgusses)
 

Bild 1: Kokille mit Schrägstiftkernzug© GIESSEREI LEXIKON
Bild 2: Kokille mit außenliegendem Schrägstift© GIESSEREI LEXIKON

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