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Shore-Härte

Allgemein
Werkstoffkenngröße für Kunststoffe. Die Härteprüfung nach Shore für metallische Werkstoffe wird seltener eingesetzt, beispielsweise bei der mobile Härteprüfung an großen Werkstücken. Gemessen wird nach dem Rücksprungverfahren mit dem Shore-Skleroskop. Das Skleroskop besteht aus einem Glasrohr, das exakt senkrecht ausgerichtet werden muss und einen Fallkörper von 20 g mit abgerundeter Diamantspitze aufnimmt. Bei der Härtemessung fällt der Fallkörper, auch Fallhammer genannt, aus einer Höhe von 112 mm frei auf die Prüffläche, von der er wieder zurücksprwingt. Eine Spreizvorrichtung hält den Fallkörper in seiner höchsten Rücksprunglage fest. Die dabei erzielte Rücksprunghöhe ist ein Maß für die Härte, die Rücksprungskala ist in 130 gleiche Teile eingeteilt, wobei die Shore-Härte 100 (= 100 Skalenteile) als Eichmaß für unlegierten, gehärteten, eutektoiden Stahl gilt. Umrechnung in andere Härteeinheiten bei Stahl Härteprüfung. Alternativ kann die Prüfung auch mit einem Durometer durchgeführt werden. Ein federbelasteter, gehärteter Stift wird auf die zu prüfende Probe gedrückt. Die Eindringtiefe ist eine Maß für die Oberflächenhärte des Werkstücks, die digital oder analog angezeigt werden kann. Die unterschiedliche Ausbildung der Prüfspitze (Kegelstumpf, Nadelspitze mit 30°-Winkel oder kugelförmige Spitze mit Durchmesser 0,2 mm) ist für den zu prüfenden Werkstoff, insbesondere auch für Kunststoffe festgelegt.

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