Späneeinschießverfahren

Metallurgie

Einschießen von Spänen und Legierungsstoffen in die Schmelzzone von Kupolöfen mittels Druckluft oder Druckgas.

Aus einer Spänekammer, die gegenüber der Druckluftleitung durch ein Magnetventil und gegenüber dem Ofen durch eine Klappe abgeschlossen ist, werden die Späne ohne Vorbehandlung direkt in den Kupolofen eingeschossen (Bild).

Durch die Ausgleichsleitung, die vom Windmantel oder einem getrennten Gebläse mit Luft gleichen Druckes wie im Ofen gespeist wird, ist der Einschießkanal druckfrei, sodass die heißen Ofengase nicht in den Einschießautomaten gelangen können. Die Spänekammer wird von der Gichtbühne aus mit Spänen beschickt. Eine Dosierwaage innerhalb des Transportsystems sorgt für das exakte Einhalten der einzuschießenden Spänemenge. Schaulöcher auf beiden Seiten der Apparatur ermöglichen eine Beobachtung des Schießvorganges. Sie dienen außerdem zum Reinigen des Schusskanals.

Beim Schießvorgang schleudert die expandierende Druckluft die in der Spänekammer bereitliegenden Späne unter Aufdrücken der Abschlusskappe in den Ofen. Beim Schuss legt sich die Klappe vor die Ausgleichsleitung und verhindert damit, dass die Späne in den Windmantel gelangen können. Ein kleiner Teil der expandierenden Luft hebt gleichzeitig die Spänesäule über der Spänekammer an und lockert diese auf, sodass nach dem Schuss die Späne aus dem Zuführungsrohr leicht in die Spänekammer abgleiten können. Nach diesem Vorgang ist das Gerät für den nächsten Schuss betriebsbereit.
 

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