superplastisch

Allgemein
Als superplastisch wird eine Legierung bezeichnet, die sich – meist bei höheren Temperaturen – um ein Mehrfaches ihrer Ausgangslänge dehnen lässt, ohne einzuschnüren oder zu brechen. So erreicht beispielsweise eine Legierung mit 78 % Zn und 22 % Al im Temperaturbereich zwischen 260 und 270 °C eine Dehnung von mehr als 1000 %.

Es gibt auch superplastische Stähle. Sie werden aus übereutektoidem Stahl mit 1,3 bis 1,9 % Kohlenstoff gegossen und durch mechanische Verformung während des Abkühlens (Walzen, Schmieden oder Strangpressen bei etwa 1000 bis 700 °C) hergestellt. Dieses Verformen zerkleinert die während der Abkühlung entstehenden Austenit- und Ferrit-Großkristalle in ein feines Gemisch aus Fe- und Fe3C-Kristallen. Ein solches Feinstkorngemenge ist bei hoheren Temperaturen gut verformbar und hat hierbei superplastische Eigenschaften. Bei Raumtemperatur ist der Stahl zähhart. Aus superplastischen Stählen können beispielsweise komplizierte Präzisionsschmiedeteile gefertigt werden (Gesenkschmieden bei nur 600 bis 700 °C und geringer Presskraft, somit höhere Standzeit der Werkzeuge).

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