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Taturprobe

Gussstücke

Von A. Tatur entwickelte Probekokille zur Bestimmung des Lunkerverhaltens (Bild 1). Die Kokille wird bis zum Rand vollgegossen. Nach der Erstarrung entsteht ein kegelstumpfförmiger Körper, der abgekühlt und senkrecht durchgeschnitten wird.

Aus der Lunkerform (Bild 2) lässt sich in groben Zügen und bei einiger Erfahrung auf die Zusammensetzung und den Reinheitsgrad einer Legierung innerhalb eines gewissen Legierungsbereichs schließen, sofern eine genügende Zahl von Vergleichsproben bekannter Zusammensetzung verfügbar ist.

Bild 1: Kokille für Lunkerprobe nach A. Tatur© GIESSEREI LEXIKON
Bild 2: Grenzfälle der Lunkerbildung nach A. Tatur: 
a) Makrolunkerung reiner Metalle oder eutektischer Legierungen, 
b) Einfallen der erstarrenden Schmelze und Ansatz zur Lunkerbildung bei mischkristallbildenden Legierungen mit großem Erstarrungsintervall.© GIESSEREI LEXIKON