Ton

Formstoffe

Tone sind Mineralgemenge kristallisierter, wasserhaltiger Aluminiumsilikate mit stark wechselnder Zusammensetzung. Die Korndurchmesser dieser feinkörnigen Bestandteile der Sedimente, die bei der Gesteinsverwitterung, dem Transport und der Ablagerung der Verwitterungsprodukte entstanden, sind < 20  μm. Entsprechend ihrer Korngröße werden die Tone in Grobtone (20 bis 2  μm), Feintone (2 bis 0,2  μm) und Kolloidtone (< 0,2  μm) eingeteilt. Kennzeichnend für Tone ist ihre blättchenförmige Struktur. Hauptbestandteil sind die verschiedenen Tonminerale. Außerdem sind in den Tonen eine Vielzahl von Verwitterungsprodukten (zum Beispiel Quarz, Glimmer, Feldspat), Sedimentsneubildungen (zum Beispiel Pyrit, Dolomit), biogenen Beimengungen (zum Beispiel Kalk, Humussubstanz) und andere amorphe Bestandteile enthalten. Tone können ind folgende Hauptgruppen eingeteilet werden:

1. Kaolinit-Mineralien, deren Gitter nicht quellfähig ist, beispielsweise Kaolinit, Fireclay-Tone, Nakrit, Dickit, Halloysit, Antigorit, Chrysotil, Chamosit.

2. Illit-Mineralien, deren Gitter aufweitbar und zum Teil quellfähig ist, beispielsweise Illit, Glaukonit, Seladonit, Vermiculit.

3. Montmorillonit-Mineralien, deren Gitter quellfähig ist, beispielsweise Montmorillonit (Hauptbestandteil des Bentonits), Beidellit, Nontronit, Hektorit, Saponit, Saukonit, Attapulgit, Sepiolith und Tonminerale mit Faserstruktur.

Quellfähige Tone, vor allem Montmorillonit, haben besondere Bedeutung als Bindetone für Gießereiformsande. Kaolinit ist der Bindeton in Klebsanden.

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