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Überlauf

Druckguss

Einfräsungen nahe am Rand des Formhohlraumes zur Entlüftung von Druckgießformen (Bild  1). Sie haben eine Tiefe von wenigen Millimetern und sind durch einen sehr dünnen Anschnitt mit dem Rand des Formhohlraumes verbunden (Bilder 2 und 3). Überläufe haben die Aufgabe, die bei Gießbeginn stark wirbelbehaftete Schmelze vom Formhohlraum abzuleiten und aufzufangen, sowie den ununterbrochenen Strömungsfluss des Metalls im Formhohlraum wahrend der Formfüllung aufrechtzuerhalten. Vorzugsweise werden daher die Überläufe an der dem Gussstückanschnitt gegenüberliegenden Seite angeordnet. Konstruktiv ist darauf zu achten, dass aus den Überläufen keine Rückströmung in den Formhohlraum zustandekommt. Man verwendet deshalb besser mehrere kurze Überläufe als wenige lange. Alte, teilweise noch gebräuchliche Begriffe für Überlauf sind: Luftbohne und Luftsack.

Bild 1: Überlaufanordnung in der Druckgießform© GIESSEREI LEXIKON
Bild 2: Überlaufanordnung am Rand des Formhohlraumes mit Entlüftungskanal zum Formrand© GIESSEREI LEXIKON)
Bild 3: Überlauf an einem Gussstück© Theorie und Praxis des Druckgusses

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