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Versatz

Gussstücke

Lagetoleranz für Formteile in der Geometrischen Produktspezifikation (GPS) nach DIN EN ISO 8062–1/EN ISO 10135 zur Angabe der Anforderungen für Formteile, die in der technischen Produktspezifikation festgelegt ist. Der Versatz an einem Bauteil, das durch mehrere Formteile gebildet wird, wird als Oberflächenversatz definiert und in Maßversatz, linearen Versatz, Winkel- und Drehversatz (Bilder 1 bis 3) unterteilt. Der maximal zulässige Versatz wird mit der Toleranzangabe (Tabelle) in der Zeichnung nach der globalen oder individuellen Spezifikation nach EN ISO 10135 angegeben.

Liegt der Versatz am fertigen Gussteil über der Zeichnungsforderung, so ist das Teil nachzuarbeiten oder Ausschuss unter der Gussfehlereinordnung Versatz.

Vorzeichen für SMI

+ (Plus)     Erhöhung
– (Minus)     Vertiefung
± (Plus-Minus)     Erhöhung und/oder Vertiefung


Der Versatz an Gussteilen kann entstehen durch:

  • ungenaues Zusammenpassen geteilter Modelle, Formen und Kernkästen,
  • unzureichend zentrierte Modelle, Kernkästen und Formen (auch Druckgießformen), schlechtes Zusammenpassen der Modellplatten,
  • zu großes Spiel in den Führungen von Modellplatte, Formkasten, Kernkasten, Kokille oder Druckgießform, desgleichen in den Kernmarken beziehungsweise Kernlagern.

 

 

Bild 1: Oberflächenversatz (SMI) durch Maßversatz zwischen zwei aneinander liegenden Formbauteilen (DIN EN ISO 10135)© GIESSEREI LEXIKON 2019
Bild 2: Oberflächenversatz (SMI) durch linearen Versatz zwischen zwei aneinander liegenden Formbauteilen (DIN EN ISO 10135)© GIESSEREI LEXIKON 2019
Bild 3: Oberflächenversatz (SMI) durch Drehversatz zwischen zwei aneinander liegenden Formbauteilen (DIN EN ISO 10135)© GIESSEREI LEXIKON 2019