Warmhalteofen

Metallurgy
Elektrisch- oder brennstoffbeheizter Ofen zum Warmhalten von flüssigem Eisen oder Metall. Als Vergießofen bezeichnet man einen Warmhalteofen, aus dem direkt in Formen auf einer Gießstrecke gegossen oder eine Stranggießanlage mit flüssigem Metall beschickt wird. Häufig wird der zum Gießen bestimmte Ofen auch kurz Gießofen genannt, vor allem, wenn er mit der Gießeinrichtung fest verbunden ist, zum Beispiel beim Niederdruck-Kokillenguss. Das flüssige Metall kann auch mit dem Gießlöffel, wie bei Kokillen- und Druckguss üblich, aus dem Warmhalteofen manuell oder mechanisch (Beschickungseinrichtung) geschöpft werden, und in diesem Fall ist der Warmhalteofen ein Schöpfofen; spezielle Öfen dieser Art sind mit Schöpftaschen ausgerüstet, die nur einen kleinen Teil der Badoberfläche zum Schöpfen freigeben, um die Wärmeverluste gering zu halten. Dient der Warmhalteofen zum Speichern von flüssigem Eisen oder Metall, wird er auch Speicherofen genannt.

Als Warmhalteöfen eignen sich Induktionsrinnenöfen (Induktionsschmelzofen), widerstandsbeheizte Öfen sowie gas- und ölbeheizte Öfen, letztere, je nach Größe, in der Bauart als Tiegel- oder Herdöfen.

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