Wöhlerverfahren

Allgemein

Bestimmung der Dauerfestigkeit mit mehreren gleichartigen Bauteilen oder polierten Probestäben bei konstanter Mittel- oder Unterspannung. Hierbei werden nacheinander 6 bis 10 hinsichtlich Werkstoff, Gestaltung und Bearbeitung völlig gleichwertige Proben gestaffelten Schwingbeanspruchungen unterworfen und die zugehörige Bruch- und Schwingspielzahlen festgestellt. Die für eine Probe zu Versuchsbeginn eingestellte Beanspruchung wird während der Prüfung nicht geändert. Dabei kann je nach dem Versuchsziel, dem zu prüfenden Werkstoff oder der Prüfmaschine entweder der Spannungs- oder der Verformungsausschlag gleichgehalten werden.

Je nach dem angestrebten Ergebnis (Dauerschwingfestigkeit, Wechselfestigkeit oder Schwellfestigkeit) wird die Mittelspannung σm oder Unterspannung σu für alle Proben einer Wöhlerreihe gleich gewählt.

Der Spannungsausschlag σa oder die Oberspannung σo wird von Probe zu Probe so gestaffelt, dass im Fortgang der Versuche schließlich jene größte Beanspruchung gefunden wird, die „unendlich oft“ ohne Bruch ertragen wird.

Die graphische Darstellung der Versuchsergebnisse, aufgetragen auf einer metrisch geteilten Ordinate für die Spannungen und einer logarithmisch geteilten Abszisse für die Schwingspielzahlen, ergibt die sogenannte Wöhlerkurve; sie geht bei einer bestimmten Schwingspielzahl in eine Parallele zur Abszisse über, die der Dauerfestigkeit bei „unendlich“ vielen Schwingspielen entspricht, (Dauerfestigkeit).

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